Diplom-Sozialpädagogin und Märchenerzählerin aus Hannover

Zu meiner Person

Mein Name ist Heike Cordes. Ich bin staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin und Diplom-Sozialpädagogin. 1975 wurde ich in Nordrhein-Westfalen geboren, und heute bin ich Mutter eines erwachsenen Sohnes. Hier beschreibe ich, welcher Weg mich zu meiner heutigen Arbeit geführt hat und warum Sozialtraining und Märchen für mich zusammengehören.


Mein Werdegang

Kindheit und Grundschulzeit

Die ersten sechs Jahre meines Lebens habe ich in Nordrhein-Westfalen verbracht – eingebettet in einen großen Familienverbund mit Eltern, Bruder, Großeltern und deren Firma auf dem gleichen Gelände. Dort ging ich in den Kindergarten und wurde eingeschult.

Mit der Trennung meiner Eltern und dem Umzug nach Niedersachsen Ostern 1981 begann eine Zeit des Neuanfangs: Ich verlor einen Teil meiner Familie und meines vertrauten Umfelds, musste mich in einer neuen Schule und einem bestehenden Klassenverband zurechtfinden – und dabei zusätzlich einen Wechsel im Lehrplan bewältigen, denn in Nordrhein-Westfalen standen noch Schwungübungen an, während in Niedersachsen bereits geschrieben wurde.

Später setzte sich meine Mutter für einen Lehrerwechsel an unserer einzügigen Dorfgrundschule ein – ein Anliegen, das die übrigen Eltern und Kinder nicht teilten. Der Konflikt wurde damals auch an mir ausgetragen: Ich geriet in eine Außenseiterposition und erlebte über einen längeren Zeitraum Ausgrenzung und körperliche Gewalt durch Mitschülerinnen und Mitschüler.

Diese Jahre haben mich nachhaltig geprägt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, Außenseiterin zu sein, durch Krisen zu gehen und Gewalt zu erleben. Bis heute arbeite ich deshalb nicht nur aus fachlichem Wissen heraus – ich bin auch motiviert, Kindern bessere Möglichkeiten und Handlungsstrategien mitzugeben, als ich sie damals hatte.

Ausbildung und erste Berufsjahre

Von 1993 bis 1996 absolvierte ich in Vollzeit meine Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin, einer Fachkraft der Behindertenarbeit. Dort wurden mir zwei Grundsätze vermittelt, die mich bis heute begleiten:

  • Ganzheitlichkeit: Menschen dort abholen, wo sie stehen – und sie in Körper, Geist und Seele fördern.
  • Wechselseitigkeit: Erziehung ist keine Einbahnstraße. Nicht nur der Erziehende prägt das Kind, sondern das Kind prägt auch den Erziehenden. Beide stellen sich aufeinander ein.

Anschließend arbeitete ich mehrere Jahre in unterschiedlichen Wohnheimen mit psychisch erkrankten und suchterkrankten Menschen. Die Arbeit war rehabilitativ ausgerichtet. Ich erlebte die Fortschritte als sehr kleinschrittig und gering, und mein berufliches Umfeld war ausschließlich von Krankheit geprägt.

In mir wuchs der Wunsch, präventiv zu arbeiten – dort anzusetzen, wo Entwicklung noch offen ist und wo meine Arbeit sichtbar Früchte tragen kann.

Studium und Schulsozialarbeit

Im Hauptstudium 2005 entdeckte ich schließlich die Schulsozialarbeit – genau das Arbeitsfeld, nach dem ich lange gesucht hatte. Hier kann ich kreativ arbeiten und in der Grundschulzeit wichtige Grundsteine für die Entwicklung von Kindern mitlegen. Diese Arbeit übe ich bis heute in Hannover aus, wo ich als Schulsozialarbeiterin und Märchenerzählerin tätig bin.

Als Mutter

2004 wurde mein Sohn geboren. Als alleinerziehende Mutter habe ich viel Lebenserfahrung gesammelt – und gemeinsam mit meiner eigenen Biografie bringe ich in die Beratung von Kindern und Eltern nicht nur Fachlichkeit, sondern echtes Mitempfinden mit.

Warum Sozialtraining

Meine eigene Biografie ist der Nährboden meiner Arbeit. Ich weiß aus eigenem Erleben, wie es ist, sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden und in einen bestehenden Klassenverband integrieren zu müssen. Aus dieser Erfahrung, meiner Empathiefähigkeit und meiner Kreativität ist meine Motivation gewachsen, anderen Kindern in ihrer Grundschulzeit wichtige Grundsteine zu legen.

2007 begann ich als Diplom-Sozialpädagogin in der Schulsozialarbeit. Zunächst lernte ich unterschiedliche Sozialtrainingsprogramme kennen, verstand sie und führte sie durch. Aus diesen Erfahrungen heraus entwickelte ich mit viel Herzblut und Engagement eigene Programme und Trainingsstunden – meine kreative Art zu denken stand mir dabei hilfreich zur Seite.

2020 entwickelte ich schließlich ein eigenes Gewaltpräventionsprogramm, das ich sechs Jahre in Folge als Schulsozialarbeiterin mit allen Schulklassen einer Schule durchgeführt habe, begleitet von Lehrkräften und Kolleginnen und Kollegen. Meine Sozialtrainings und das Gewaltpräventionsprogramm ergänzen einander hervorragend – ebenso wie meine Arbeit als Märchenerzählerin.


Warum Märchen

Märchen sind für mich die ideale Ergänzung zum Schulalltag, zum Unterricht und zu meinen Sozialtrainings – und die Antwort auf den ganzheitlichen Ansatz, der mich seit meiner Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin begleitet: Körper, Geist und Seele.

Während Sozialtraining vor allem emotionale Herzarbeit ist, wirken Märchen auf der geistigen Ebene. Wie umfangreich und vielfältig die Wirkung von Märchen auf Kinder ist, habe ich in meiner Arbeit immer wieder erlebt.

Ich liebe diese Arbeit sehr und genieße die Atmosphäre, die während meines freien Erzählens in einer Klasse entsteht. In diesen Momenten fühle ich mich mit den Kindern tief verbunden. Es ist für mich ein besonderer Prozess, gemeinsam mit ihnen in die geistige Welt, in die Vorstellungskraft einzutauchen.

Durch meine Sozialtrainings und Gewaltpräventionstrainings, die ich über einen Zeitraum von sechs Jahren durchgeführt habe, konnte ich feststellen, dass sich diese Arbeit nachhaltig positiv auf das Schulklima und auf das gesamte Schulteam auswirkt. Durch Handlungsstrategien im Sozialen und durch Märchen in Kreativität und Vorstellungskraft wirkt meine Arbeit ergänzend zur Schule – und fördert die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.

Ausblick

Wenn Märchen und Sozialtraining verschmelzen

Der Höhepunkt meiner Arbeit ist für mich immer wieder, wenn ich Märchen und Sozialtraining miteinander verwebe. So erzähle ich Märchen wie „Luise auf der Suche, was die Menschen verbindet“ und gestalte Sozialtrainings mit märchenhaften Themen.

Diese beiden Ansätze miteinander zu verschmelzen, ist für mich der Höhepunkt in der Entwicklung meiner Arbeit. Genau daran möchte ich weiterarbeiten und Neues entwickeln.

Meine Angebote für Kitas und Grundschulen


Kinder liegen mir am Herzen – im Kindergarten genauso wie in der Grundschule. Auch wenn meine Biografie eng mit der Schule verbunden ist, komme ich mit meinen Märchenangeboten sehr gern in Kitas. Grundsätzlich stelle ich mich mit meinen Angeboten immer wieder gern auf den Bedarf des Kindergartens oder der Schulklasse ein.

Wie meine Arbeit konkret aussieht, erfahren Sie auf meinen Seiten für Kitas und Grundschulen.

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